
Wichtiger Hinweis
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Konsultieren Sie einen qualifizierten Immobilienexperten oder Finanzberater für Entscheidungen bezüglich Ihres Vermögens.
Schweizer Immobilienpreise auf einen Blick
- Medianpreis: CHF 7’904/m² (Februar 2026)
- Teuerster Kanton: Genf mit CHF 13’209/m²
- 25-Jahres-Trend: +89% bei Häusern, +104,8% bei Wohnungen
Was kostet ein Quadratmeter in der Schweiz wirklich?
CHF 7’904/m² im landesweiten Median (Februar 2026). Wohnungen liegen bei CHF 8’315/m², Einfamilienhäuser bei CHF 7’710/m².
Der Preisunterschied zwischen einer Wohnung und einem Haus? Etwa 600 CHF pro Quadratmeter. Das mag auf den ersten Blick wenig erscheinen. Rechnet man dies jedoch auf eine 120 Quadratmeter grosse Wohnung hoch, ergibt sich eine Differenz von 72 000 CHF. Diese Reaktion ist häufig zu beobachten, da diese Beträge abstrakt erscheinen, solange sie nicht konkret berechnet werden.
Laut aktuellen BFS-Zahlen vom Januar 2026 stiegen die Preise für Einfamilienhäuser im Jahr 2025 um 4,4 Prozent, jene für Eigentumswohnungen um 4,7 Prozent. Der Wohnimmobilienpreisindex steht mittlerweile bei 125 Punkten. Was bedeutet das praktisch? Die Preise haben sich seit dem Referenzjahr um ein Viertel erhöht.
4,7%
Preissteigerung bei Eigentumswohnungen 2025
Der Medianpreis verschleiert die Realität des Immobilienmarktes. In Genf zahlen Sie 13 209 CHF pro Quadratmeter, während in ländlichen Kantonen wie dem Jura der Preis oft unter 5000 CHF liegt. Wenn Sie nur den Durchschnitt kennen, planen Sie mit falschen Zahlen.
Preislandkarte Schweiz: Wo Sie mehr und wo weniger zahlen
Die Preisspanne zwischen den Kantonen ist gewaltig. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Kanton liegen Welten – nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf Infrastruktur, Steuerlast und Lebensqualität. Die wichtigsten Regionen lassen sich in drei Kategorien einteilen.

Premium-Kantone: Genf, Zürich und Zug
Genf führt die Liste an. CHF 13’209 pro Quadratmeter – und das ist der Durchschnitt. In bevorzugten Lagen wie Cologny oder Vandœuvres liegen die Preise nochmals deutlich höher. Zürich folgt mit CHF 11’461/m², wobei die Goldküste am Zürichsee regelmässig die CHF 20’000-Marke knackt.
Laut dem Marktbericht avendo 2026 erreicht Zug mit über CHF 16’000/m² für Wohnungen sogar noch höhere Werte als Genf. Die Zahlen täuschen hier: Ein hoher Kaufpreis kann durch niedrige Steuersätze langfristig günstiger sein als ein vermeintliches Schnäppchen in einem steuerlich ungünstigen Kanton.
Die steuerlichen Auswirkungen werden von deutschen Käufern oft unterschätzt. Auch wenn ein Haus in Zug auf den ersten Blick teurer erscheint, kann sich die Rechnung unter Berücksichtigung der Einkommens- und Vermögenssteuer ganz anders darstellen. Diese Beobachtung gilt jedoch nicht pauschal und hängt stark vom Einkommensprofil des jeweiligen Käufers ab.
Mittelfeld mit Potenzial: Aargau, Thurgau, Solothurn
Diese Kantone weisen Merkmale auf, die für deutsche Familien geeignet sind. Im Aargau liegen die Quadratmeterpreise zwischen 6.500 und 7.500 Schweizer Franken, also deutlich unter denen in Zürich, aber mit guter Anbindung an die Wirtschaftszentren. Thurgau und Solothurn liegen in ähnlichen Preisklassen.
Die NZZ-Analyse zu regionalen Immobilienpreistrends zeigt: Sieben Kantone – darunter Aargau und Thurgau – profitieren vom starken Bevölkerungswachstum. Das bedeutet stabile bis steigende Preise, ohne die Premium-Aufschläge der Top-Standorte.
Praxisbeispiel (fiktiv): Eine Familie aus Deutschland
Ein fiktives Beispiel aus dem Grossraum Zürich verdeutlicht die Situation: Ein deutsches Paar Mitte 40 suchte mit einem Budget von rund CHF 1,5 Mio. Wohneigentum. Innerhalb der Stadt Zürich liess sich damit kein Objekt finden, das den gewünschten Kriterien entsprach. Die starke Fokussierung auf das Stadtzentrum führte zu einer langen Entscheidungsphase. Schliesslich fiel die Wahl auf eine Immobilie in Winterthur für etwa CHF 1,1 Mio., mit höherer wahrgenommener Wohnqualität und kürzeren Pendelzeiten als ursprünglich angenommen.
Preisbewusste Alternativen: Jura, Neuenburg, Wallis
Im Jura finden Sie Quadratmeterpreise zwischen CHF 4’000 und CHF 5’000. Neuenburg und Teile des Wallis bewegen sich ähnlich. Aber Vorsicht: Die demografische Entwicklung in diesen Regionen ist weniger dynamisch. Die NZZ-Studie warnt, dass zehn Kantone vor strukturellen Herausforderungen stehen.
Ein häufiger Denkfehler: Günstig kaufen und hoffen, dass die Preise steigen. In abwanderungsbedrohten Regionen ist das Gegenteil wahrscheinlicher. Wer hier investiert, sollte dies mit Blick auf die eigene Nutzung tun – nicht als Kapitalanlage.
Der folgende Vergleich zeigt die wichtigsten Kantone mit ihren Quadratmeterpreisen, dem relativen Steuerniveau und der Pendeldistanz nach Zürich. Diese Kombination gibt einen besseren Überblick als der reine Preis.
| Kanton | CHF/m² | Steuerniveau | Pendeldistanz Zürich | Preis-Leistung |
|---|---|---|---|---|
| Genf | 13’209 | Mittel | 3h+ | ★★☆☆☆ |
| Zürich | 11’461 | Mittel-hoch | 0-30 Min | ★★★☆☆ |
| Basel-Stadt | 11’128 | Hoch | 1h | ★★★☆☆ |
| Aargau | 6’800 | Mittel | 30-45 Min | ★★★★☆ |
| Thurgau | 6’200 | Niedrig-mittel | 45-60 Min | ★★★★★ |
| Jura | 4’500 | Mittel | 2h+ | ★★★☆☆ |
Schnelle Immobilienbewertung mit RealAdvisor
Die kantonalen Preisunterschiede zeigen: Eine pauschale Einschätzung reicht nicht. Was bedeutet CHF 7’904/m² für Ihre konkrete Immobilie in Ihrer konkreten Gemeinde? Genau hier setzt RealAdvisor an.
Die KI-gestützte Bewertung analysiert aktuelle Transaktionsdaten, kantonale Marktfaktoren und objektspezifische Merkmale wie Baujahr, Zustand und Mikrolage. Das Ergebnis ist eine Preisspanne mit 80-Prozent-Konfidenzintervall – keine vage Schätzung, sondern ein datenbasierter Korridor. Wer mehr über die technologischen Grundlagen solcher Systeme erfahren möchte, findet in diesem Leitfaden zur künstlichen Intelligenz eine verständliche Einführung.
So funktioniert die RealAdvisor-Bewertung: Kostenlose Bewertung in etwa 3 Minuten – ohne Maklergespräch, ohne Wartezeit. Die Datengrundlage entspricht dem aktuellen Marktstand Februar 2026. Sie geben Adresse, Objekttyp und Grunddaten ein, die KI liefert eine Schätzung auf Basis vergleichbarer Transaktionen.
Der Vorteil gegenüber reinen Durchschnittswerten: RealAdvisor berücksichtigt lokale Faktoren, die in Statistiken untergehen. Eine Wohnung im Erdgeschoss mit Nordausrichtung in Winterthur wird anders bewertet als eine Attikawohnung mit Alpensicht in derselben Strasse. Diese Differenzierung macht den Unterschied zwischen einer groben Schätzung und einer brauchbaren Orientierung.
Praktischer Hinweis: Nutzen Sie die RealAdvisor-Bewertung als Ausgangspunkt, bevor Sie mit Maklern oder Banken sprechen. Wer mit konkreten Zahlen in Verhandlungen geht, verhandelt auf Augenhöhe.
25 Jahre Preisentwicklung: Was die Vergangenheit über die Zukunft verrät

Häuser: +89 Prozent. Wohnungen: +104,8 Prozent. Das sind die Steigerungsraten über 25 Jahre. Beeindruckend? Sicherlich. Aber ein nüchterner Blick ist angebracht.
Laut der Immobilienmarktanalyse der UBS 2025 prognostizieren die Experten für 2026 und 2027 einen moderateren Preisanstieg von etwa 3 Prozent jährlich. Die Begründung: Die Tragbarkeit von Wohneigentum ist angespannt. Nicht jeder, der kaufen möchte, kann sich die Finanzierung leisten.
Vorsicht bei der Interpretation historischer Daten: Die 25-Jahres-Entwicklung enthält Phasen extremer Niedrigzinsen und starker Zuwanderung. Beide Faktoren sind nicht in gleicher Intensität fortschreibbar. Wer heute kauft, sollte nicht mit zweistelligen Jahresrenditen rechnen.
Die Raiffeisen Immobilienstudie zeigt: Die Handänderungen sind 2024 wieder gestiegen – bei Einfamilienhäusern um 4 Prozent, bei Wohnungen um 6,5 Prozent. Der Markt ist also aktiv. Aber Aktivität ist nicht gleichbedeutend mit Wertsteigerung.
Worauf ich besonders achten würde: Die regionalen Unterschiede werden grösser, nicht kleiner. Die NZZ-Analyse nennt sieben Kantone mit Wachstumspotenzial – und zehn mit strukturellen Risiken. Wer in den falschen Kanton investiert, könnte in 25 Jahren weniger Plus sehen als der Durchschnitt suggeriert.
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Marktrecherche und Budgetplanung -
Finanzierungsbestätigung der Bank -
Objektbesichtigungen und Auswahl -
Notartermin und Kaufvertrag -
Eigentumsübertragung und Schlüsselübergabe
Ihre Fragen zu Schweizer Immobilienpreisen
Wie hoch ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Schweiz?
Der Medianpreis liegt im Februar 2026 bei CHF 7’904/m². Wohnungen kosten durchschnittlich CHF 8’315/m², Einfamilienhäuser CHF 7’710/m². Diese Werte variieren je nach Kanton erheblich – von unter CHF 5’000 im Jura bis über CHF 13’000 in Genf.
Welcher Kanton hat die höchsten Immobilienpreise?
Genf führt mit CHF 13’209/m², gefolgt von Zug mit über CHF 16’000/m² für Wohnungen und Zürich mit CHF 11’461/m². Basel-Stadt liegt bei rund CHF 11’128/m². Die Premiumlagen innerhalb dieser Kantone übertreffen die Durchschnittswerte teils deutlich.
Lohnt sich ein Immobilienkauf in der Schweiz für Deutsche?
Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. EU-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder C und Wohnsitz in der Schweiz können laut Lex Koller Übersicht von Engel & Völkers Hauptwohnsitze frei erwerben. Ferienwohnungen unterliegen kantonalen Kontingenten. Für Ausländer ohne Schweizer Wohnsitz gelten strengere Regeln.
Wie haben sich die Preise in den letzten 25 Jahren entwickelt?
Einfamilienhäuser stiegen um +89%, Eigentumswohnungen um +104,8%. Die stärksten Zuwächse verzeichneten urbane Zentren und deren Agglomerationen. Ländliche Regionen entwickelten sich deutlich schwächer. Für die kommenden Jahre prognostiziert die UBS moderatere Steigerungen von etwa 3% jährlich.
Wo bekomme ich eine schnelle Immobilienbewertung?
RealAdvisor bietet eine kostenlose KI-gestützte Bewertung in etwa 3 Minuten. Sie geben Objektdaten ein und erhalten eine Preisspanne basierend auf aktuellen Transaktionsdaten und lokalen Marktfaktoren. Für verbindliche Bewertungen empfiehlt sich zusätzlich ein Gutachten durch einen zertifizierten Schätzer.
Ihre nächsten Schritte
Checkliste für Ihre Immobiliensuche in der Schweiz
- Klären Sie Ihren Aufenthaltsstatus – er bestimmt Ihre Kaufmöglichkeiten
- Nutzen Sie die RealAdvisor-Bewertung für eine erste Markteinschätzung
- Berücksichtigen Sie kantonale Steuersätze bei Ihrer Gesamtkalkulation
- Planen Sie 20% Eigenkapital ein – Schweizer Banken finanzieren selten mehr als 80%
- Lassen Sie sich vor dem Kaufvertrag von einem Schweizer Notar beraten
Statt sich in Durchschnittswerten zu verlieren, stellen Sie sich die entscheidende Frage: Welchen Kompromiss zwischen Lage, Preis und Pendeldistanz sind Sie bereit einzugehen? Die Antwort darauf bestimmt, ob Sie in Zürich, Winterthur oder vielleicht doch im Thurgau am besten aufgehoben sind.
Hinweise zu den Marktdaten
- Die genannten Preise sind Durchschnittswerte und können je nach Lage, Zustand und Ausstattung stark variieren
- Immobilienmärkte unterliegen Schwankungen – aktuelle Daten können bereits überholt sein
- Für eine verbindliche Bewertung Ihrer Immobilie ist eine individuelle Expertenschätzung erforderlich
Bei konkreten Kauf- oder Verkaufsentscheidungen empfiehlt sich die Beratung durch einen Immobilienbewerter, Makler oder Finanzberater mit Schweiz-Expertise.